FAPP – Die Arbeit mit dem Pferd in der Psychotherapie

Schillernde Vielfalt – liebevolle Kompetenz... 

Geschichte und Entwicklung der FAPP

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Kontaktadresse: 

Dipl.Psych. Monika Mehlem 
In der Haarwiese 36 
53773 Hennef 
Tel. 02248 – 5007 
Fax: 02248 – 44 52 46 
Email:
monika.mehlem@
onlinehome.de 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23.2.2005 webmaster


Die Geschichte der FAPP (Fachgruppe Arbeit mit dem Pferd in der Psychotherapie) beginnt vor mehr als 4 Jahren. Im Oktober 2000 trafen sich Monika Mehlem und Dr. Marika Weiger und berieten sich über die Möglichkeiten, den fachspezifischen Austausch zwischen Psychotherapeutinnen, die mit Pferden arbeiten, zu fördern. Beiden hatten schon frühere Versuche, eine solche Gruppe zu gründen, miterlebt und beiden war klar, dass es nicht einfach sein würde, Vertreter/inn/en verschiedener psychotherapeu- tischer Schulen und Grundberufe (Medizin, Psychologie, (Sozial-, Heil-) pädagogik), zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zu bringen, in der alle voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen.  Aber die Zeit war reif und der Wunsch war stark und nach einem arbeitsintensiven Tag war die Basis für ein gemeinsames Projekt geschaffen. 

Zum letzten März-Wochenende 2001 wurden dann Vertreter/innen aller psychotherapeutischen Richtungen mit einer abgeschlossenen psychothera- peutischen Ausbildung und entsprechenden hippologischen Kenntnissen (unabhängig von der Methodik), die aktuell psychotherapeutisch mit Hilfe von Pferden arbeiteten, in ein Tagungshaus nach Königswinter bei Bonn eingeladen.  13 Kolleginnen und 1 Kollege waren z.T. auch aus dem Ausland – Finnland und Holland - angereist, um sich beruflich auszutauschen und „Visionen“ für die Zukunft des psychotherapeutischen Reitens zu entwickeln.

Die Vielfalt an professioneller Kompetenz war kaum zu überbieten: Ärzt/e/innen, Psychologinnen und Pädagoginnen, von der Psychoanalyse bis zur Systemischen Therapie - Vertreter/innen der wichtigsten Psychothera- pierichtungen waren ebenso vertreten wie kreativer Verfahren und Entspannungstechniken: Gestalttherapie, Klientenzentrierte Psychotherapie, Logotherapie, Positive Familientherapie (Peseschkian), Psychodynamik und Tiefenpsychologie, Psychotherapeutische Körperarbeit nach A. Pesso, Bioenergetik und Psychodrama. Gleichermaßen beeindruckend waren die reiterlich-hippologischen Entwicklungen und Orientierungen (Pferdewirtin, Centered-Riding®-Instructor, Dressur, Vielseitigkeit, Iberische Reitweise, TTEAM®-Methode...) und die Verschiedenheit der beteiligten Pferde; vom Vollblut bis zum Esel haben sich alle Größen und Rassen als Co-Therapeut/inn/en bewährt.

Während dieses Treffens fand die Gruppe ihren Namen: „FAPP – Fachgruppe Arbeit mit dem Pferd in der Psychotherapie“.

Folgende grundlegende gemeinsame Zielsetzung wurde vereinbart: 

"Die Fachgruppe setzt sich zum Ziel, die Vielfalt der praktischen Arbeit mit dem Pferd in der Psychotherapie zu sammeln, zu beschreiben, zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Sie ermöglicht und fördert Austausch, Begegnung und Zusammenarbeit  von Vertreter/innen verschiedener Therapierichtungen."

Die Atmosphäre war geprägt durch die Liebe zu den Pferden und zu der psychotherapeutischen Arbeit, die alle verbindet, sowie von Respekt, Offenheit und Wertschätzung der Arbeit und des Standpunktes des jeweils anderen. Dies blieben die tragenden Elemente, die die Gruppe über die nächsten vier Jahre begleitete, sie wachsen und zusammenhalten ließ. 

Seit ihrer Gründung trifft sich die FAPP zwei mal jährlich, in der Regel im März und im November. Ein Höhepunkt in der Geschichte der FAPP war die einwöchige Reise von 9 FAPP-Mitgliedern nach Finnland im Sommer 2004 zu ihren finnischen Mitgliedern, Frau Dr. Anna-Kaisa Juuti, Chefärztin der Psychiatrischen Klinik in Uusikaupunki und Dr. Marja-Leena Yrjölä, Ärztin und Psychoanalytikerin. Dort hatten wir Gelegenheit, die beiden finnischen Kolleginnen an ihrem jeweiligen Arbeitsort in der Beziehung zu ihren eigenen Pferden zu erleben und die finnische Gastfreundschaft zu genießen.